22.02.2012

Remembering Andy Warhol

ANDREW WARHOLA
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*6.August 1928, Pittsburgh   †22.Februar 1987, NY City

@ The Warhol Museum

Schon einmal war Andy Warhol dem Tod von der Schippe gesprungen. Nachdem die männerhassende Feministin Valerie Solanas am 3.Juni 1968 dem Pop-Art Künstler in die Brust geschossen hatte, half nur die Massage des offenen Herzens während der Notoperation. Warhol konnte gerettet werden, doch er war ein anderer Mensch, ein anderer Künstler geworden.

Zwei Jahrzehnte später war es dann eine Routine-Operation, die das schillernde Leben beendete: vor 25 Jahren, am 22. Februar 1987, starb Andy Warhol in New York City.





Schon früh hatte sich der schüchterne, kränkliche Andrew Warhola für Kunst interessiert, und die Eltern unterstützten ihn. Doch als junger Mann ging er zunächst in die Werbung.

"Ich möchte reich und berühmt werden", soll er gesagt haben, doch mit Reklame klappt das nicht obwohl er damit sehr gut verdiente und sich durchaus einen Namen machen konnte. Also wurde Warhol Künstler, indem er eigentlich nur das machte, was er zuvor in der Werbung gemacht hatte: alltägliche Dinge prominent ins Licht setzen und verkaufen - und natürlich auch sich selbst.



Dollar Scheine waren es und Coca-Cola Flaschen und vor allem immer wieder Campbell's Soup Dosen . Vielleicht haben die Campbell's-Suppen in den USA heute noch das gleiche Design wie vor 50 Jahren, weil es durch Warhol unsterblich geworden ist. Später kamen noch die poppig bunten Portraits von Stars  dazu, von Marilyn Monroe und Elvis, von Elizabeth Taylor und Jackie Kennedy und sogar von Joseph Beuys oder Franz Beckenbauer

Warhol war das enfant terrible und der erste Pop-Star der Kunst-Szene.  Warhol  war ständig und überall und liebte das Leben. In der New Yorker Szene tauchte seine platinblonde Perücke ständig auf und im legendären  Studio 54  kokste er mit seinen Freunden als gäbe es kein Morgen.



Um das bezahlen zu können, vermarktete er seine Kunst. Oder prostituierte sich, wie seine Kritiker sagen. Reihenweise entstanden "Warhols" in seiner legendären Factory, doch wie viele Drucke es von einem Original gab, mochte er nicht preisgeben. Er machte Polaroids von gut betuchten Kunden, um diePhotos später in Collagen zu verwandeln - und natürlich zu verkaufen.

Das führte in den 1990er Jahren zu einem Preisverfall. Zuweilen waren Warhols einfach nicht zu verkaufen. 1994 blieben bei Sotheby's zehn von zwölf seiner Bilder unverkauft. Für seinen "Double Elvis" von 1963 war nicht einmal die Hälfte des Schätzpreises geboten worden.

Erst seit ein paar Jahren steht er wieder hoch im Kurs. Sein "Green Car Crash" brachte 2007 satte $71.7 Millionen.

All das hat Warhol nicht mehr miterlebt. Im Februar 1987 musste er sich in einem Krankenhaus an der Upper East Side einer simplen Operation an der Gallenblase unterziehen. Die verlief auch unkompliziert.

Aber am 22. Februar erlitt der Patient eine Herzrhythmus-Störung - und starb.

Die genauen Umstände sind trotz mehrerer Prozesse ungeklärt.


 














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